Hörverlust
Schallleitungsschwerhörigkeit (Konduktiver Hörverlust)
Jedes Problem im Außen- oder Mittelohr, das ein normales Weiterleiten des Schalls erschwert oder verhindert, wird als Schallleitungsschwerhörigkeit bezeichnet. Sie ist normalerweise mit einem leichten oder mittleren Hörverlust von 10 bis zu 60 oder 70 Dezibel verbunden.
In manchen Fällen kann die Schallleitungsschwerhörigkeit vorübergehend sein. Je nach Krankheitsursache können Medikamente oder eine Operation helfen. Auch Hörgeräte oder Mittelohrimplantat-Systeme kompensieren diese Art von Hörverlust normalerweise sehr gut.
Schallempfindungsschwerhörigkeit (Sensorineuraler Hörverlust)
Schallempfindungsschwerhörigkeit entsteht durch fehlende oder beschädigte Sinneszellen (Haarzellen) in der Hörschnecke (Cochlea). Diese Schwerhörigkeit ist normalerweise permanent. Der Grad der Schallempfindungsschwerhörigkeit, die auch als Innenohrschwerhörigkeit bezeichnet wird, reicht von leicht über mittel bis hochgradig.
Eine leichte bis schwere Schallempfindungsschwerhörigkeit kann normalerweise mit Hörgeräten oder einem Mittelohrimplantat-System behandelt werden. Für eine schwere bis hochgradige Schwerhörigkeit sind Cochlea-Implantatsysteme oft eine wirksame Lösung.
Kombinierte Schwerhörigkeit
Diese Art der Schwerhörigkeit ist eine Kombination von Schallleitungs- und Schallempfindungsschwerhörigkeit dar. Passende Behandlungsmethoden sind Medikamente, Operationen, Hörgeräte oder Mittelohrimplantate.
Neuraler Hörverlust
In sehr seltenen Fällen kann ein Hörverlust aufgrund eines fehlenden oder geschädigten Hörnervs auftreten. Es handelt sich um einen hochgradigen und dauerhaften Hörverlust. Von Hörgeräten und Cochlea-Implantaten profitiert der Betroffene nicht, da der Hörnerv die Informationen nicht an das Gehirn weiterleiten kann. In manchen Fällen kann Betroffenen jedoch mit einem Hirnstammimplantat geholfen werden.












